"Es ist gut dabei zu sein"
Interview mit Stefan Wessling, Finanzvorstand des ADAC und Pfarrgemeinderat
Sie können sich den O-Ton auch direkt anhören:

Alles ist in Bewegung
Liebe Leserin, lieber Leser
Als wir uns im Landeskomitee mit dem Thema Mobilität unter gesellschaftspolitischem Blickwinkel befasst haben, kam am Rande zur Sprache, dass man auch die innere Einstellung zur Mobilität, den Lebensstil verändern müsse. Das ist dann eigentlich auch eine pastorale Frage: Umkehr, Veränderung gehören zum innersten Bereich des Glaubens. So berechtigt die Forderung nach neuen Lebensmodellen und noch mehr nach neuen Wirtschaftsmodellen angesichts der Probleme rund um die Mobilität ist, sollte sich Kirche aber auch überlegen, wie sie sich verändern könnte angesichts der Situation der Menschen, die zunehmend mobiler werden, sich in größeren Lebensräumen bewegen.
Die Vergrößerung der kirchlichen Lebensräume allein wäre wohl zu kurz gegriffen. Dass es immer schon Alternativen zur territorialen Pfarrei gab, zeigen die Beiträge in diesem Heft. Und sie zeigen Situationen von Menschen, die aus verschiedenen Gründen ihren Glauben nicht am Wohnort nähren und leben können. Manche Menschen brauchen eine „Komm-Struktur“ der Seelsorge oder Menschen mit ähnlichem Interesse oder Fragestellungen. Manche fühlen sich in ihrem Milieu am wohlsten und können mit anderen nicht beten, singen, sich austauschen. Bei manchen passt das Zeitraster ihres Lebens nicht zu den klassischen Angeboten einer Pfarrei. Allein das Pfarrbüro zu regulären Öffnungszeiten zu betreten, wird schwierig (analog trifft das auch auf andere Einrichtungen am Wohnort zu, dann geht man an anderen Orten zum Arzt oder zum Einkaufen).
Eine Reihe von Bildern dieser Ausgabe stammt von der Wallfahrt zum Bogenberg am 1. Mai. Sie stand im Rahmen der Vorbereitung auf das Jubiläum „100 Jahre Patrona Bavariae“ im Jahr 2017. Alle bayerischen Diözesen gemeinsam laden zu den Etappen ein. Die nächste Wallfahrt findet am Samstag, den 17. Mai 2014 statt. Sie führt nach Retzbach in der Diözese Würzburg. Der bisherige Termin am 1. Mai wurde zu Gunsten vieler Pfarrei- und Brauchtumsveranstaltungen aufgegeben. Ob am neuen Termin mehr mitfahren werden? Zu wünschen wäre es, Ausreden mit Terminüberschneidungen gibt es dann keine – noch kann man mit der Planung der Pfarrei darauf Rücksicht nehmen.
An dieser Stelle möchte ich vorausblicken auf die nächste Ausgabe von Gemeinde creativ: „Christsein und Politik“ ist der Arbeitstitel in der Redaktion. Die Wahljahre haben längst begonnen – und mittendrin die Pfarrgemeinderatswahl! Jetzt ist das offizielle gemeinsame Wahlplakat (siehe Abbildung) fertig. Die Vögel des Himmels aus dem Matthäus-Evangelium... Zeichen des Heiligen Geistes... Der bunte Chor der vielen Stimmen, die mitreden in der Gemeinschaft der Pfarrgemeinde... Die PGR-Wahl ist auf jeden Fall eine Chance, die Arbeit der Laien wieder neu ins Bewusstsein zu heben, neue Mitarbeiter zu motivieren und Pläne für die gemeindliche Zukunft zu machen. Dabei ist Ihnen und allen künftigen Mitarbeitern Gemeinde creativ hoffentlich eine Hilfe.
Ihr
Thomas Jablowsky
Redaktionsleiter