| Praxistipp 01/2012 |
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Woche für das Leben vom 21. bis 28. April 2012 Mit allen Generationen „Engagiert für das Leben: Mit allen Generationen" ist das Motto der Woche für das Leben, die von den beiden großen Kirchen in Deutschland getragen wird. Auch die Pfarreien sind aufgerufen, sich mit Veranstaltungen zu beteiligen. Von Dorothea Elsner Beauftragte des Erzbistums München und Freising für die Woche für das Leben Das gegenseitige Unverständnis zwischen den Generationen ist nicht neu. Jedoch geht der Kontakt zwischen den Generationen durch die gesellschaftlichen Entwicklungen immer stärker zurück. Das steigende Alter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes führt dazu, dass der Altersabstand zwischen der Eltern- und der Kindergeneration zunimmt. Die Lebensinhalte und Lebenszugänge der beiden Generationen unterscheiden sich immer stärker voneinander und das Verständnis füreinander nimmt ab. Die wirtschaftliche Situation zwingt viele Menschen zu mehr Flexibilität bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Viele Kinder wachsen heute somit nicht mehr in der Nähe ihrer Großeltern auf. Kinder und Senioren haben immer weniger Kontakt zueinander. Von Seiten der Senioren stellt sich die Situation widersprüchlich dar. Es gibt die „neue Generation“ vitaler und lebenserfahrener Menschen, die sich im Ruhestand aktiv einbringen wollen und für die Gesellschaft eine wichtige Ressource darstellen. Gleichzeitig nimmt jedoch mit dem Alter auch die Hilfsbedürftigkeit zu. Voneinander lernen und die gemeinsame Zeit wertvoll gestalten Mit dem diesjährigen Motto nimmt die Woche für das Leben den demographischen Wandel und das Miteinander der Generationen in den Blick. Hierbei haben Pfarrgemeinden, Verbände und andere Träger von Angeboten die Möglichkeit, das bereits vorhandene Engagement vorzustellen oder mit punktuellen Veranstaltungen den Generationendialog anzustoßen und im eigenen Umfeld nachhaltig einzurichten. Es gibt bereits viele gute Beispiele, wie ein gelungenes Miteinander entstehen kann. In verschiedenen Projekten und Angeboten von Pfarrgemeinden, Verbänden, Nachbarschafts-netzwerken und Mehrgenerationenhäusern kommen Menschen unterschiedlicher Generationen zusammen. Im Rahmen von Lesepatenschaften, Computerkursen von Jugendlichen für Senioren, Leih-Omas und -Opas und vielen anderen Projekten kommen Junge und Alte miteinander in Kontakt und lernen einander verstehen und die besonderen Fähigkeiten des anderen schätzen. Der Frage des Generationendialogs widmet sich auch eine Kampagne des bayerischen Sozialministeriums. "Ganz jung.ganz alt.ganz ohr" fördert Projekte, die Jung und Alt zusammenbringen. Für Veranstaltungen zur Woche für das Leben stellt die Kampagne verschiedene Materialien kostenlos zur Verfügung. Das reicht von allgemeinen Informationen zum Thema Generationen über eine CD und ein Liederbuch bis zu einem Spiel, dass sowohl als Brettspiel, wie auch als Großspiel angefordert werden kann. Etwas Besonderes ist der Alterssimulationsanzug. Das sind Elemente, die man anlegt, um sich damit in die veränderte körperliche Verfassung eines alten Menschen einzufühlen. Weitere Informationen zur Woche für das Leben finden Sie unter www.woche-fuer-das-leben.de und bei den zuständigen Stellen Ihrer (Erz-) Diözese. Dort gibt es auch Informationen zur Kooperation mit der Kampagne des Sozialministeriums. Oder direkt unter www.bayern-ist-ganz-ohr.de, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Telefon 089 31909320 |
