Mit welcher Hoffnung fahren Sie nach Hause?
Umfrage auf dem Ökumenischen Kirchentag vor dem Abschlussgottesdienst
Von Kirchentagsbesuchern
„Ich hoffe, dass durch diesen Kirchentag nicht mehr Verwirrung entstanden ist, sondern doch mehr der Weg zur Einheit beschritten wird. Denn ich glaube, dass haben viele am Herzen getragen, als sie hierher kamen. Diese Einheit, Abendmahl feiern, das war unser Hauptanliegen, weil wir ja katholisch-evangelisch eine Partnerschaft leben.“
„Mit der gleichen Hoffnung, mit der ich gekommen bin: Dass wir miteinander immer mehr zusammenwachsen als die eine Kirche von Jesus.“
„Mit der Hoffnung, dass die Menschheit nicht ausstirbt. Der Mensch richtet sich selber zugrunde. Ich weiß nicht, ob die Menschheit mittlerweile begriffen hat, dass sie sich selbst kaputt macht. Denken Sie nur mal an die Ölkatastrophe von Mexiko, an die Umweltverschmutzung, daran, dass die Politiker nicht richtig können, wie sie es sollten. Wenn man vernünftig wäre, würde man auf jedes Dach eine Solarzelle setzen und komplett auf regenerative Energien umstellen. Da könnte Deutschland eine Vorreiterrolle spielen und könnte dann sagen: „jetzt könnt ihr Hoffnung haben.“
„Die Hoffnung, dass sich das mit dem Missbrauch so langsam klärt. Ich hoffe, dass es hier ein Stückchen weitergeht und dass es auch Auswirkungen hat auf die Struktur innerhalb der katholischen Kirche.“
„Ich fahre mit der Hoffnung nach Hause, dass das innerhalb unserer Kirchengemeinde – wir sind als evangelische und katholische Gemeinde zusammen losgefahren – noch mal einen Impuls gibt, aufeinander zuzugehen.“
„Ich denke hauptsächlich, dass wir es schaffen, mehr darauf zu achten, dass wir Christen und nicht Protestanten oder Katholiken sind.“
„Dass wir auf einem guten Weg sind, irgendwann eine Mahlgemeinschaft miteinander zu haben, so wie es am Freitagabend in einem kleinen Versuch, aber in einem sehr schönen Versuch, möglich war.“
„Das man von dem was man gehört hat und was man an Impulsen bekommen hat was mit nach Hause nehmen kann und dass sich das im Alltag auswirkt. Im allgemeinen Engagement, so für Frieden, für Bewahrung der Schöpfung.“
„Ich bin evangelisch gewesen, bin konvertiert und ich hoffe, dass ich eines Tages wieder mit meiner Familie an einem Tisch des Herrn die Kommunion empfangen kann, das Abendmahl feiern kann. Das ist meine Hoffnung.“
„Ich finde es immer erstaunlich wie viele Leute bei solchen Ereignissen sind. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumschaue, geht eigentlich kein Mensch in die Kirche oder kann es gar nicht nachvollziehen, was ich hier mache.“
„Die Hoffnung, dass es ökumenisch irgendwie weitergeht. Dazu gehört noch ein bisschen Fantasie, wenn man die vielen Knackpunkte sieht, die wir untereinander noch haben.“
„Die Hoffnung, dass das, was wir hier erfahren haben, bei uns auch auf Landesebene weiter wachsen kann. Wir haben mit der Berliner Landessynode überlegt, eine gemeinsame Tagung zu machen. Der Diözesanrat will inhaltlich zusammen tagen, 2011 in Berlin.“
„Dass der Heilige Geist wirkt und wirklich Einheit geschehen kann. Ich glaube, dass es nur durch den Heiligen Geist geht.“
„Dass in unserer immer säkularer werdenden Welt ankommt, dass es uns Christen gibt und dass wir der Welt was zu geben haben. Nicht überstülpen, sondern einladen zu dieser Hoffnung die den Namen Jesus Christus hat und die weitergeht, als das was wir hier so erleben und größer ist.“
„Ja, dass nicht nur von unten, sondern auch von oben was kommt für die Ökumene. Man hat am Kirchentag ein bisschen das Gefühl gehabt, dass von unten viel mehr da ist, wie von oben eigentlich gewollt wird.“
„Was ich mit nach Hause nehme, ist die Hoffnung, dass die Menschen eine spirituelle Dimension mit in ihren Alltag hinein nehmen. Es ist sehr viel über Materielles gesprochen worden in den letzten Wochen und Monaten.“ |
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