Nachhörenlautsprecher

Der Glaube steht im Mittelpunkt

Interview mit Sieger Köder, Künstler und Priester ...mehr


12. November 2011

"Zusammenarbeit mit Kirche liegt im Interesse des Staates"

Podiumsdiskussion bei Vollversammlung in Prag...mehr

11. November 2011

"Mit der säkularen Welt in Dialog treten"

Kirche hat "Mehrwert" anzubieten...mehr

26. Juli 2011

Bildungserklärung an Spaenle überreicht

Gespräch über Neugestaltung der bayerischen Lehrpläne...mehr

25. Juli 2011

Gesellschaftspolitisches Forum gestartet

Erstes Treffen in München...mehr

4. Juli 2011

Katholikentag 2014 in Regensburg

Schmid dankt Bischof Müller für Bereitschaft, Gastgeber zu sein...mehr

1. Juni 2011

Auf die Familie kommt es an


Landeskomitee fordert Stärkung der Elter- und Familienbildung...mehr

 


Schreiben Sie uns...

  • Ihre Meinung zu Beiträgen
  • Fragen, die beim Lesen aufgetaucht sind
  • Reaktionen an die jeweiligen Autoren
  • Themenwünsche und Ideen für
    zukünftige Ausgaben
Hier geht`s zum Formular
Meditation 03/2010
Einander freundschaftlich begleiten

Von Frank Beyersdörfer

Klar, wir gehen nicht allein durch das Leben, sondern viele Menschen tauchen rechts und links von uns auf. Und doch ist die Frage, wie gut sie mich kennen und ich sie. Wir können nicht mit allen Menschen eng befreundet sein. Aber doch kennt jeder und jede den Wunsch nach vertrauensvollem Umgang miteinander.

Jesus wählte einen solchen Umgang: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt.“ (Joh 15,15)

Die zurückliegenden Pfarrgemeinderatswahlen wa­ren eine Gelegenheit neuen Aufbruchs. Vielleicht können sich die Mitglieder eines Pfarrgemeinderats auch als ein Gremium verstehen, in dem Menschen einander freundschaftlich begleiten. Was könnte hier­für wichtig sein?
  • Die Menschen, die jetzt mit mir zusammen einige Zeit unterwegs sein werden, mit liebender Aufmerksamkeit wahrnehmen.
  • Mich öffnen können. Wenn die Atmosphäre keine reine „Arbeitsatmosphäre“ ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass das gelingt.
  • Hören – und mich fragen: Was bewegt die anderen wirklich?
  • Schweigen – denn gemeinsame stille Zeiten verbinden.
  • Etwas erleben – zum Beispiel eine Wanderung, denn davon zehrt eine Gruppe.
Das größte Geschenk für einen Pfarrgemeinderat wäre, wenn alle Mitglieder sich als Freundinnen und Freunde Jesu verstehen könnten.

Der Knecht ist nur auf eine Sache spezialisiert. Er erfüllt eine ganz bestimmte Aufgabe, verrichtet einen ganz bestimmten Dienst. Seine Beziehung zum Herrn ist rein funktional. In Wahrheit hat er gar keine Beziehung. Sein Herr jedenfalls ist nur an seinem Dienst interessiert.

Der Freund hingegen weiß um den Gesamtzusammenhang. Er soll mit Jesus alles in den Blick nehmen und sich darüber austauschen. Er trägt Verantwortung für das Ganze. Hier steht die Person des Herrn im Vordergrund und nicht eine bestimmte zu verrichtende Aufgabe.

Der Knecht ist auf eine Aufgabe hingeordnet. Der Freund ist auf ein Gegenüber hingeordnet. Dieses Gegenüber können zum einen Personen sein, zum Beispiel die anderen Mitglieder unseres Pfarrgemeinderats, aber auch unsere Pfarrei oder unser Verband oder unsere Geistliche Gemeinschaft als solche und als ganze.

Von Jesus wie von einem Freund begleitet zu sein kann es ermöglichen, auch andere freundschaftlich und mit Wohlwollen zu begleiten sowie selbst begleitet zu werden. Es wäre zu wünschen, dass auch die Mitglieder eines (neuen) Pfarrgemeinderats dies erfahren.