Ausgabe: September-Oktober 2025
MeditationHinüber
Aber auch die so harmonisch in die Landschaft gebaute Kirche Maria Gern.
Alles erzählt von einem noch größeren Hinüber
in die innere Weite der Gottessuche. Hinüber.
Doch wenn ich ein wenig inne halte, spüre ich,
wie aus dem Bild auch ein anderes „Hinüber“ zu mir spricht.
Wieviel Harmonie steckt wirklich in dieser Postkartenromantik?
Wie wohl die Realität dieses Ortes zwischen touristischer Fotokulisse
und den vielfältigen Realitäten kirchlichen Lebens wirklich ist?
Wer betet hier noch? Gibt es überhaupt noch Gottesdienste? Und wer zahlt die Renovierungen?
Wieviel ist auch hier – hinüber?
Aber auch hier mag ich nicht stehen bleiben, denn durch eine leise Wehmut
klingt ein drittes „Hinüber“ an.
Die schöne einladende Frage: Was möchte ich, was möchten wir von und für diesen Ort mit hinüber nehmen? Und: Wie entsteht eine Dynamik, die Menschen fragen lässt: wie kommen wir, mit dem, was uns wertvoll ist, an diesem und vielen anderen Orten gemeinsam hinüber? Gelingen wird das sicher nur gemeinsam. Im Loslassen, einander Stärken und im Weiten des Blicks. Im Teilen der „Geschichten von drüben“, denn der Weg hat immer schon längst begonnen. Hinüber.
Mehr zu diesem Thema erfahren Sie hier.
Verfasst von:
Florian Schuppe
Pastoralreferent im Erzbistum München und Freising/Fachbereich Ökumene