Das Magazin für engagierte Katholiken

Ausgabe: September-Oktober 2025

Kolumne

War es das, Game over?

Foto: MICHAEL1959 / istock

Nicht vom Spielfeld fegen lassen

Allerlei Raffinessen. Ranklotzen. Rauswerfen. Doch was, wenn wir ganz vom Spielfeld herausrollen? Mehr noch, sogar komplett in die Tiefe stürzen, weil wir weiter herausrollen als nur vom Spielfeld herunter? Wenn wir gewissermaßen in Abgründe, in Untiefen, ins Unbekannte, ins Unheimliche stürzen? Und hier ist die Rede nicht von einem harmlosen Brettspiel. Hier ist vielmehr die Rede vom Leben und davon, wo wir die Ewigkeit verbringen werden. Die Bibel ist in diesem Punkt ganz klar. Und das Buch der Offenbarung gewährt uns einen Blick durchs Schlüsselloch. Nutzen wir diese Erkenntnis, um unser Spielfeld im Leben sauber aufzurollen und die Spielregeln zu kennen, damit wir bei unserem persönlichen Spielende wissen, wohin wir gehen und dass wir den Sieg davontragen dürfen, den Jesus Christus für uns errungen hat! Wer will das schon aufs Spiel setzen und riskieren, in den endlosen Abgrund zu fallen?

Nun, wenn wir so manche Spieler beobachten, sagen wir bei „Mensch ärgere dich nicht“, „Die Siedler von Catan“ oder „Monopoly“, dann mag das komisch für uns anmuten. Zumindest kann uns das so lange in Schach halten, bis wir die Spielregeln nicht kennengelernt haben. Wir beobachten zwar die Spielzüge, die jeder unternimmt, doch können uns zumeist keinen Reim darauf machen. Warum ist das so? Fragen wir uns das als kleinen Zwischenstand. Es ist deshalb so, weil wir das große Ganze nicht kennen, weder das Ziel noch die Schritte dorthin. So ähnlich ist das auch im echten Leben, in unserem Christenleben. Manche von uns irren einfach durchs Leben. Andere stecken sorgfältig ihr Revier ab. Wiederum andere gaunern und streunen durch die Spielarena. Doch haben diese Spieler den Sinn verstanden? Kennen sie die Regeln? Und vor allem: Wissen sie, was für sie auf dem Spiel steht? Und wenn es um unser Leben geht und darum, wo wir einst die Ewigkeit verbringen werden, ist es da nicht logisch und umso wichtiger, dass wir fair spielen, eben nach den Regeln, die der Erfinder festgelegt hat? Dann können wir auch ins Ziel einschiffen und werden nicht vorschnell vom Platz gefegt oder verfehlen womöglich das verheißene Finale und große Ziel. Gott hat uns in diese Welt, auf dieses Spielfeld gesetzt. Er hat einen Plan mit uns, mit seinen Figuren. Er hat uns sogar in seinen Plan eingeweiht – in der Bibel steht alles erklärt. Mit vielen Dingen ist es ja oftmals so, dass gerade der Anfang und das Ende entscheidend sind, nehmen wir einen Kinofilm oder auch ein Buch, denn da schließt sich der Kreis. Das heißt, dass sich für uns, den Betrachter, den Leser oder Spieler, alles erschließt. Man könnte schon sagen, dass es sich mit der Bibel recht ähnlich verhält. Nicht umsonst ist die Rede von A und O, Alpha und Omega. Wir müssen den Anfang und den Schluss verstehen, dann kapieren wir auch, was das mit unserem Leben soll, vielmehr: Was wir mit unserem Leben anfangen sollen! Hierfür gibt uns die Offenbarung ein klares Bild, sie warnt, schenkt uns Weisung. Der Spieler, der diesen Blick in die Spielregeln zu nutzen weiß und sein Leben vom Ende her aufrollt, darf sich wirklich auf das große Finale, auf die Herrlichkeit, auf diese große Verheißung stützen und freuen, schon jetzt, während das Spiel noch läuft. Denn darum geht es ja. Nur wissen das viele Spieler nicht! Deshalb müssen wir davon weitersagen!


Verfasst von:

Diana Schmid

Freie Autorin